Ajloun Naturreservat: Flora und Fauna im Naturschutzgebiet

12. Oktober 2025 Von chrissi Aus
Ajloun Naturreservat

Das Ajloun Naturreservat liegt im grünen Ajloun-Hochland im Norden Jordaniens und umfasst rund 13 km². Hier dominieren immergrüne Eichen, Kiefern, Johannisbrot- und Pistazienbäume sowie orientalische Erdbeerbäume.

Die Mischung aus Wäldern und offenem Gelände schafft eine einzigartige Landschaft, die als seltenes Mosaik mediterraner Vegetation gilt. Diese Vegetation war für Einheimische lange eine wichtige Quelle für Holz, Medizin und Nahrung.

Unser kompakter Guide erklärt, was Sie in puncto natur, Wege und Tagesplanung erwarten dürfen. Wir zeigen, wie Sie Ihre zeit vor Ort optimal nutzen – von kurzen Morgenrunden bis zu ganztägigen Touren, die Ihren tag füllen können.

Wesentliche Erkenntnisse

  • Das Schutzgebiet liegt im Hochland nördlich von Amman und ist etwa 13 km² groß.
  • Typische Baumarten sind Eichen, Kiefern, Johannisbrot und Pistazien.
  • Die Vegetation bildet ein seltenes mediterranes Mosaik in Jordanien.
  • Wanderungen reichen von kurzen Rundwegen bis zu anspruchsvollen Tagestouren.
  • Lokale Initiativen bieten zusätzlichen Mehrwert und fördern nachhaltigen Besuch.

Ajloun Naturreservat: Lage, Landschaft und Besonderheiten

Im grünen Hochland nördlich von Amman liegt ein 13 km² großes Waldreservat, das sich durch hügelige landschaft und dichte wälder auszeichnet.

Die Region zeigt ein mosaikartiges Bild: offene Wälder mit immergrünen eichen, Kiefern, Johannisbrot- und wilden Pistazienbäumen. Senken und Rücken tragen unterschiedliche Vegetation, darunter orientalische erdbeerbäumen, die lokal genutzt werden.

Geologisch prägen Kuppen und Kerbtäler das Gebiet und schaffen weite Aussichten. Vom Eagle’s View Point auf 1.100 m öffnet sich ein weiter blick über die hügelige region.

Das besucherzentrum dient als Startpunkt für markierte Wege, Karten und Rangerkontakte. Es ist der zentrale Teil für Orientierung und Tourenplanung.

  • Standort: norden Jordaniens, grüne, hügelige Region.
  • Vegetation: Eichen, Kiefern, Pistazien, Johannisbrot und Erdbeerbäume.
  • Funktion: Erosionsschutz, Mikroklima und nachhaltige Nutzung durch Einheimische.
Merkmal Beschreibung Nutzen
Fläche 13 km² Schutz und Erholung
Vegetation Eichen, Kiefern, Erdbeerbäumen Biodiversität, Holz & Nahrung
Aussichtspunkt Eagle’s View Point (1.100 m) Weite Blicke, Naturbeobachtung

Flora und Fauna: Wälder, Erdbeerbäume und das Reh

Das Schutzgebiet überrascht mit dichten Wäldern, roten Früchten und einer lebendigen Tierwelt am Morgen. Die Mischung aus Kronendach und Lichtungen schafft viele Nischen für Pflanzen und Tiere.

Eichen, Pistazien, Kiefern und orientalischen Erdbeerbäumen: das grüne Herz

Die dominanten Baumarten sind eichen und Kiefern, ergänzt von wilden Pistazien, Johannisbrot und den auffälligen orientalischen erdbeerbäumen. Diese Bäume tragen Früchte, liefern Holz und prägen das Landschaftsbild.

roe deer

Roe Deer im Blick: Chancen auf Rehbeobachtungen am Morgen

Auf dem Roe Deer Trail besteht eine hohe möglichkeit Rehe zu sehen. Frühmorgens sind die Wege ruhig; dort zeigen sich oft einzelne Tiere. Ein kurzer, leiser Gang erhöht die Sichtungschancen auf das reh bzw. den roe deer.

Warum diese Wälder wichtig sind: Nutzen für Einheimischen und Natur

Das reservats-Waldmosaik dient den einheimischen als Quelle für Nahrung, Medizin und Materialien. Zudem stabilisiert es den Wasserhaushalt und verhindert Erosion.

Aspekt Funktion Vorteil
Baumarten Eichen, Kiefern, Pistazien, Erdbeerbäume Biodiversität, Früchte, Holz
Tierwelt Vögel, Reptilien, Säugetiere Ökologische Vernetzung
Menschliche Nutzung Sammeln, Medizin, Holz Traditionelle Versorgung

Wanderungen und Aktivitäten im Reservat

Die Wege im Reservat verbinden dichte Wälder mit historischen Dörfern und weitem Blick. Hier finden Sie kurze Touren ebenso wie anspruchsvolle Tagesmärsche. Viele Aktivitäten lassen sich kombinieren: Natur, Kultur und Handwerk.

wanderung

Seifenhausweg

Start ist das besucherzentrum. Die Strecke beträgt 6–7 km und dauert etwa drei Stunden. Sie führt durch schattige wälder mit Eichen, Pistazien und orientalischen erdbeerbäumen. Am Eagle’s View Point gibt es einen weiten blick, dann geht es hinab ins tal zum Seifenhaus. Dort stellen einheimischen Frauen Olivenölseife her (Guidepflicht).

Steinrosenweg

Eine anspruchsvolle 8-km-wanderung (3–4 h, Apr–Okt, Guide). Zuerst bergauf, dann bergab. Streckenabschnitte führen an Obstgärten vorbei und bieten historische Relikte wie eine byzantinische Oliven- und olivenpresse.

Roe Deer Trail

Kurze Runde ab campingplatz (2 km, ~1 h). Kein Guide nötig. Früh am Morgen sind die Chancen auf roe deer hoch. Die Route bietet große Aussichtspunkte über die Höhenzüge.

Weitere Routen

Die Spur des Propheten (8,5 km, Guide) führt zu Mar Elias durch Feigen- und Birnenplantagen. Die Orjan Dorf Tour (12 km, Guide) zeigt Wassermühlen und grüne obstgärten. Der lange Ajloun Castle Trail (18 km, Guide) ajloun führt schließlich zur burg ajloun und endet mit Panorama und Geschichte.

„Wandern verbindet Natur und Kultur auf kürzesten Wegen.“

Planung vor Ort: beste Zeit, Dauer und praktische Tipps

Für eine gelungene Tour vor Ort ist die richtige Planung der Schlüssel. Startzeit, Streckenwahl und Übernachtung entscheiden oft über Komfort und Sichtungen.

zeit

Beste Reisezeit und Tageszeit

Beginnen Sie früh, um die kühlen Morgenstunden zu nutzen. So erhöhen Sie die Möglichkeit, ein reh zu sehen, besonders auf dem Roe Deer Trail (2 km, ~1 h).

Der Steinrosenweg ist nur von April bis Oktober offen. Lange Routen wie der Castle Trail sind ganzjährig möglich, außer im Ramadan.

Wie viel Zeit einplanen?

Wählen Sie die Strecke nach Kondition: kurze Runden ~1 Stunde, mittlere Wanderung 3–4 Stunden, ganztägige Touren bis 18 km.

Besucherzentrum, Aussichtspunkte und Campingplatz

Nutzen Sie das besucherzentrum für Karten, aktuelle Hinweise und Guide-Buchungen. Viele Wege starten hier.

Der campingplatz ist ideal für frühe Starts; einfache Bungalows im reservat bieten Balkonblick und schnellen Zugang zu Strecken und obstgärten.

  • Packliste: festes Schuhwerk, Wasser, Sonnenschutz, Schichten gegen Wind.
  • Respektieren Sie Felder und Privatflächen im Norden der Region.

„Früh starten bringt Ruhe, kühle Luft und bessere Sichtungen.“

Umgebung entdecken: Jerash und die Burg Ajloun als Teil der Route

Wer Kultur und Natur an einem tag verknüpfen will, startet oft in Jerash und setzt die Tour in die grünen Hügel fort.

Von Amman sind es rund 45 Minuten bis nach Jerash. Die römischen Säulengänge und das Amphitheater lohnen einen Vormittagsbesuch.

landschaft

Jerash nach Ajloun: römische Geschichte trifft grüne Landschaft

Nach Jerash führt die kurze Fahrt weiter in den norden zur waldreichen region. So kombinieren Sie antike Stätten mit stillen Pfaden.

Blick und Geschichte: die Burg Ajloun als krönender Abschluss

Der Ajloun Castle Trail (18 km, ganztägig, Guide) beginnt in Mar Elias. Die strecke passiert Bauernhäuser und üppige obstgärten, bietet weite Ausblicke und einen Abstieg in ein schattiges tal.

Am Ende führt der Pfad zur burg ajloun und belohnt mit Panorama und Geschichte. Entlang der Wege finden sich historische Spuren wie eine antike olivenpresse, die den Alltag der einheimischen zeigt.

  • Planungstip: Vormittags Jerash, danach ins Grüne — so nutzen Sie die verfügbare zeit optimal.
  • Dörfer wie Orjan oder Rasun lassen sich als teil der Route integrieren und erweitern Eindrücke des dorfes.

„Kombinieren Sie Monumente und Natur für einen vielseitigen Tagesausflug.“

Fazit

Zum Abschluss zeigt das Waldgebiet, wie natur, Kultur und Bewegung zu einem stimmigen Ganztageserlebnis verschmelzen.

Das Reservat bietet markierte Wege von 2 bis 18 km, Handwerksstationen wie Soap House oder House of Calligraphy und historische Ziele wie Mar Elias und die Burg. Frühmorgendliche Sichtungen auf dem Roe Deer Trail sind möglich und lohnenswert.

Planen Sie die aktivitäten nach Saison und Tageszeit. Der Steinrosenweg ist April–Oktober offen; für lange Touren gelten Guidepflichten und zeitliche Einschränkungen, etwa während des Ramadan.

Ob kurze Aussichtsrunde, thematische Stopps oder eine sportliche wanderung zur Burg — das Gebiet erlaubt individuelle Tage ab Besucherzentrum und Camping. So verbindet das reservat Naturbeobachtung, Dorfhandwerk und lokale Wertschöpfung zu einem runden Erlebnis.

FAQ

Was wächst im Schutzgebiet und welche Baumarten sind besonders zahlreich?

Im Gebiet dominieren Eichen, Kiefern und Pistazienbäume. Auffällig sind auch orientalische Erdbeerbäume, die zu den markanten Strukturen der Wälder gehören und Lebensraum für viele Vogelarten bieten.

Wann hat man die besten Chancen, Rehe zu sehen?

Die besten Chancen bestehen in den kühlen Morgenstunden und kurz vor Sonnenuntergang. Auf kurzen Wegen wie dem Roe Deer Trail rund um den Campingplatz sollte man leise gehen und auf Bewegungen in den Lichtungen achten.

Welche Wanderstrecken eignen sich für Tagesausflüge?

Für Ganztagestouren empfiehlt sich die lange Route zur Burg Ajloun oder der anspruchsvolle Steinrosenweg mit weiten Aussichten. Leichtere Optionen sind der Seifenhausweg oder die Orjan Dorf Tour mit Obstgärten und Wassermühlen.

Gibt es vor Ort Informationen und Infrastruktur für Besucher?

Ja, ein Besucherzentrum bietet Karten, Hinweise zu Aussichtspunkten und Informationen zu Flora und Fauna. Außerdem gibt es einen Campingplatz für Übernachtungen und ausgewiesene Picknickstellen.

Welche kulturellen und handwerklichen Angebote kann man besuchen?

Mehrere Handwerksstationen laden ein: ein Soap House (Seifenhaus), ein Haus für Kalligraphie und lokale Backstuben, die traditionelle Biscuits herstellen. Diese Stationen zeigen regionale Techniken und Produkte wie Olivenöl aus der Olivenpresse.

Wann ist die beste Reisezeit, um die Region zu erkunden?

Die beste Zeit sind die Frühjahrs- und Herbstmonate, wenn Temperaturen moderat sind und die Vegetation besonders üppig wirkt. Generell sollte man die kühlen Morgenstunden für Wanderungen nutzen.

Wie lange sollte ich für eine sinnvolle Erkundung einplanen?

Für einen guten Eindruck reichen halbtägige Wandertouren. Für mehrere Wege, Besuche im Dorf, Handwerksstationen und Aussichtspunkte sollte man einen ganzen Tag einplanen. Wer gemütlich wandert oder fotografiert, bleibt besser zwei Tage.

Lässt sich die Umgebung mit historischen Zielen verbinden?

Ja. Die Route verbindet sich gut mit Jerash, wo römische Ruinen zu besichtigen sind, und mit der Burg Ajloun, die als historischer Blickpunkt vielen Wanderungen das Finale bietet.

Gibt es Hinweise zum Schutz der Natur während des Besuchs?

Besucher sollten auf markierten Wegen bleiben, keinen Abfall hinterlassen und keine Pflanzen entnehmen. Ruhiges Verhalten hilft, Wildtiere wie Rehe nicht zu stören und die empfindlichen Erdbeerbaum-Bestände zu erhalten.

Welche Aktivitäten sind für Familien mit Kindern geeignet?

Leichte Rundwege, das Besucherzentrum mit Informationen, das Soap House und Obstgärten bieten kindgerechte Erlebnisse. Kurze, gut markierte Strecken und Picknickplätze sind ideal für Familienausflüge.